Kennt ihr das? Diese Tage, an denen man schon nach dem ersten Augenaufschlag merkt, dass man besser nicht aufgewacht wäre? Zwar ist noch nichts passiert, aber irgendwas sagt euch, das wird heute rein gar nichts mehr..
Ich hatte heute so einen Tag. Eigentlich bin ich beschwingt in mein Bett gehüpft und habe mich dezent auf den morgigen Tag, samt Vorlesungen gefreut. So sehr man sich eben auf Mathematik freuen kann :p
Meine erste Vorlesung war um 12Uhr angesetzt und so dacht ich mir natürlich, ich könnte schön ausschlafen, nachdem ich wie üblich viel zu spät ins Bett bin. Aber dem war natürlich nicht so. Um 07.30Uhr schleicht sich ein lautes und extrem penetrantes Geräusch in meine Träume. nach anfänglichen orientierungsschwierigkeiten, konnte ich es als einen Bohrer identifizieren, der direkt unter meinem Bett genutzt wurde. “Achja, Rauchmelderinstallation..” – fiel es mir ein. Dann Stille. Dann Freude: Weiterschlafen, yeah! Einige Meter weiter jedoch, wieder dieses Geräusch! Ich hab also keine Wahl, aufstehen und auf die Männlein warten, die eine Weile später auch in unsere Wohnung einfallen und nun vorführen, was sie bisher um uns herum gemacht haben. Es würd mehrmals gebohrt, in meinem Zimmer, dem meiner Mitbewohnerin und auch noch im Flur. Dann verschwanden sie wieder und bohrten über uns weiter..
Nachdem ich nun wach war, konnte ich mich natürlich auch um einige Angelegenheiten kümmern, zu denen ich nicht komme, wenn ich ausschlafe. Ämter, Bürokratie..ich glaube dazu, muss ich nicht mehr sagen.
Danach nochmal ins Bett, denn es war endlich etwas Ruhe eingekehrt und ich ließ Mathe ausfallen um meine Kopfschmerzen und den Ärger wegzuschlafen. Pünktlich zu Digitaltechnik wache ich auf, diesmal besser gelaunt und denke mir: “Jetzt wird’s nur besser!” ..natürlich! Du naives Ding, an solchen Tagen wird es nicht einfach besser. Duschen, anziehen, gesellschaftstauglich gestalten und noch mal einen schönen schwarzen Tee machen. Alles ab in die Tasche, samt der Mappe, die ich erst gestern nochmal schön säuberlich hergerichtet habe. Sogar mit bunten Aspekten geschmückt! Jacke an und auf geht’s :D …und da erwischt es mich!
Mh..was ist denn da los? Iwas ist da nass. *tast* Da sollte es eigentlich nicht nass sein! *tast* *nachschau* Und ich seh es läuft und tropft. Na wunderbar! Ich schau in meine Tasche und die Bescherung ist eine leere Termoskanne, dafür triefende Unterlagen und eine tropfende Tasche..
Die erste Intention war, weinen! Ganz laut! Die nächste, schreien! Noch lauter! Aber dann besann ich mich, rannte nach oben, zog die nasse jeans aus hing alles zum trocknen auf und suchte mir einen andere Tasche. Eine kleine. Denn meine Unterlagen brauchte ich erstmal nicht mitnehmen. Zettel und Stift eingepackt und wieder geht’s los richtung FH. Und natürlich war ich nun zu spät dran! Fast da, fällt mir ein ich habe gar keine Ahnung wo das Labor stattfinden wird, omg. Das Labor gefunden durch Tippgeber, die ich unterwegs traf. Verlief dann eigentlich recht angenehm. Andernfalls hätte ich warscheinlich auch das nächste Fenster genommen, um dem Tag ein Ende zu machen.
Ab nach Hause, durch die Kälte hieß es dann und erstmal die Jogginghose an, Tee gemacht, den ich heute ja nichtmehr trinken konnte, höchstens von meinen Sachen lecken. Rettungsversuche anstellen. Mappe hat gute Chancen zu überleben, für den Block konnte ich leider nichts mehr tun. Den Rest zähl ich zum Collateralschaden dazu.
Fazit: Keine all zu große Mühe mit Mappen geben.
Was hilft? Weiterschlafen, wichtige Dokumente fernab von Flüssigkeiten aufbewahren, in Watte einpacken. Und wenn das alles nichts hilft, lasst euch mal drücken!
Ansonsten hab ich nur einen Tipp für euch: Keep on keeping on! Es gibt gott sei dank immer bessere Tage :)